schwangerschaft

Schwanger werden

Jeder Samenfaden enthält einen halben Satz genetischer Informationen, aussderdem die Chromosomen X oder Y, welche das Geschlecht Ihres Babys bestimmen. Spermien mit dem weiblichen Chromosom X wandern langsamer, leben aber länger. Jene mit dem männlichen Y-Chromosom, kommen schneller voran.

Die Samenfäden schwimmen etwa mit einer Geschwindigkeit von 18 cm pro halbe Stunde und halten gelegentlich an, um auszuruhen, denn Schwimmen ist harte Arbeit, sie müssen 800 Mal mit ihrem Schwanz schlagen, um nur 8 mm vorwärts zu kommen. Spermien und Eier überleben höchstens 24 bis 48 Stunden, nachdem Sie den Hodensack, resp. Eierstock verlassen haben. Doch wenn alle Bedingungen stimmen, treffen Ei und Spermien im Eileiter zusammen.

Wenn die stärksten und schnellsten Samenfäden das Ei erreicht haben, werden sie hyperaktiv und rammen ihre mit Enzymen überzogenen Köpfe in das Ei, um dessen äussere Schale aufbrechen und aufzuweichen. Schlussendlich gelingt einem Spermium der Durchbruch, worauf sich das Ei sofort verhärtet, und keine weiteren Spermien mehr einlässt.

Danach verschmelzen die Erbgut-Informationen von Ei und Spermium und bestimmen Geschlecht, Haarfarbe, Augenfarbe und hunderte weiterer genetischer Merkmale Ihres zukünftigen Babys. Eineiige Zwillinge oder Mehrlinge mit identischen Erbanlagen entstehen aus einem Ei, das sich teilt. Zweieiige Zwillinge oder Mehrlinge entstehen aus mehr als einer befruchteten Eizelle.

Ihr Fortschritt

Die Empfängnis

Damit eine Befruchtung stattfindet, müssen die Bedingungen in Ihrem Körper genau richtig sein. Ihre Scheidenflüssigkeit muss die richtige Konsistenz haben. Wenn Sie einen Monatszyklus von 80 Tagen haben, ist dies 14 Tage nach dem Beginn der letzten Regel der Fall. Wenn Ihr Fruchtbarkeitsfenster von 24 bis 28 Stunden naht, verändert sich die Konsistenz Ihrer Scheidenflüssigkeit von wässrig zu cremig und wird schlussendlich glitschig.

Wenn ein Ei befruchtet ist, stossen die Fasern das winzige Zellknäuel, das sich nun in ein Blastozyst verwandelt hat, durch den Eileiter hinunter ins obere Ende der Gebärmutter. Dort angekommen, gräbt sich das befruchtete Ei in die Gebärmutterschleimhaut ein. An der Stelle, wo es sich einnistet, haftet auch die Plazenta an der Gebärmutterwand.

Nach der Einnistung sendet das Blastozyst hormonelle Signale aus, die dafür sorgen, dass die Gebärmutterschleimhaut erhalten bleibt und sich nicht auflöst und ausgestossen wird, wie das normalerweise mit der Menstruation geschieht.

Daran sollten Sie denken

Noch bevor Ihre Periode ausbleibt, können Sie intuitiv empfinden, dass etwas anders ist. Vielleicht fühlen Sie sich aufgedunsen, wie beim PMS, haben einen seltsamen Geschmack im Mund oder Ihre Brüste fühlen sich etwas seltsam an – erste Anhaltspunkte, dass ein Baby unterwegs ist und das Abenteuer Ihres Lebens beginnt.


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