Ihr Baby
Es kann eine echte Erleichterung sein zu wissen, dass Ihr Baby in Woche 24 'rechtlich lebensfähig' ist. Das bedeutet: Wenn Ihr Baby jetzt zur Welt käme, hätte es eine Chance, ausserhalb Ihrer Gebärmutter zu überleben und auf einer Intensivstation versorgt zu werden.
Ihr Baby wiegt jetzt ungefähr 650 g und misst 21 cm vom Scheitel bis zum Steiss. Wenn Ihr Baby das Gewicht von ungefähr 1000 g erreicht hat, steigen seine Überlebenschancen im Fall einer Frühgeburt auf fast 70%, während 90% der Frühgeburten, die zwischen 2000 g und 3000 g wiegen, überleben.
Von jetzt an wird Ihr Baby weiterhin braunes Fettgewebe einlagern und die Lungen werden in Vorbereitung auf die Geburt reifen. Sie werden keine Zweifel mehr haben: Es ist Ihr Baby, das Sie tritt. Es entwickelt einen Schlaf- und Wach-Zyklus mit raschen Augenbewegungen und bekommt oft Schluckauf, wenn es Atemtechniken übt.
Ihr Fortschritt
Möglicherweise finden Sie, dass Schlafen zunehmend schwieriger wird, nicht nur aufgrund Ihres wachsenden Bauchs, sondern auch wegen der endlosen Toilettengänge und der rastlosen Gedanken, die um Ihr Baby kreisen.
Auf dem Rücken schlafen wird immer schwieriger, da Sie es als unbequem empfinden und leicht das Gefühl von Atemnot bekommen. Auf dem Bauch schlafen ist nur noch eine dunkle, ferne Erinnerung. Versuchen Sie also, auf der Seite zu schlafen, mit Kissen unter Ihrem Bauch und Oberschenkel. Diese Lage gestattet einen maximalen Zustrom von Blut und Nährstoffen zur Plazenta und hilft auch Ihren Nieren, effizient zu arbeiten.
Von diesem Zeitpunkt an werden Sie wahrscheinlich 250-500 g pro Woche zunehmen. Sie können jetzt leicht atemlos werden, da die Hormone Ihre Lungenmuskeln entspannen und ihre wachsende Gebärmutter nach oben gegen das Zwerchfell drückt, sodass Ihre Lungen weniger Platz haben. Sie können auch mehr Mühe haben, sich zu konzentrieren, und vergessen häufiger etwas, weil diese Hormone in Ihrem Organismus toben.
Daran sollten Sie denken
Zwar müssen Sie Ihr Haus nicht babysicher machen, bevor Ihr Baby ca. acht Monate alt ist, sollten es aber vielleicht in Vorbereitung auf den "Wir-haben-ein-Baby-Nebel", der sich in wenigen Wochen über Ihr glückliches Heim senken wird, 'elternsicher' machen.
Es heisst, dass ein Kind bekommen, einen ein bisschen wirr im Kopf machen kann. Typischerweise schlafen Neugeborene nur drei bis vier Stunden hintereinander und müssen dann wieder gefüttert werden. Und Schlafmangel wirkt so, als sei man betrunken, nur in weniger lustig... Daher ist jetzt der Zeitpunkt, Ordnung zu schaffen, damit Sie alles finden, was Sie brauchen, und Ihr Durcheinander Sie nicht zum Wahnsinn treibt.
Hier sind ein paar Tipps um zu vermeiden, dass Sie in der Nacht (oder am Tag) aus diesem Grund durchdrehen:
Elektrische Kabel zähmen: Sie können Bänder oder Schnüre oder spezielle Kabelhalter verwenden um zu vermeiden, dass Ihnen elektrische Kabel unter die Füsse geraten.
Unordnung beseitigen: Egal wie unordentlich Ihr Haushalt ist, stellen Sie sicher, dass ein freier Weg durch jeden Raum führt, selbst wenn Sie eine Schaufel benützen müssen.
Schutz vor Anecken. Wenn Sie blaue Flecken auf den Schienbeinen bekommen, weil Sie andauernd an die Ecke des Couchtischs oder irgendeines anderen Möbelstücks stossen, ziehen Sie in Betracht, das Teil vorläufig wegzuräumen.
Weg mit den Spielsachen. Wenn Sie ältere Kinder haben, erklären Sie Ihnen, dass herumliegendes Spielzeug gefährlich ist. Sorgen Sie dafür, dass genügend leicht zugänglicher Stauraum verfügbar ist, damit jedes Spielzeug seinen Platz hat.
Sorgen Sie für Licht in der Nacht. Bringen Sie ein Nachtlicht im Badezimmer an, in allen dunklen Fluren sowie am Anfang und am Ende von Treppen.
Sichern Sie die Treppen. Wenn Sie Hartholztreppen haben, überlegen Sie, ob Sie nicht besser rutschfeste Trittstreifen auf den Stufen anbringen sollten, und sorgen Sie dafür, dass die Treppen einen Handlauf haben.
Rauchverbot. Lassen Sie niemanden in Ihrem Haus rauchen. Erklären Sie gegebenenfalls einen Aussenbereich zum "Rauchplatz" und stellen eventuell einen mit Sand gefüllten Behälter auf.
Putzmittel. Sorgen Sie vor Babys Ankunft für einen Vorrat an Putzmitteln und anderem Haushaltsbedarf wie Batterien, Toilettenpapier, Küchenkrepp und Mülleimerbeutel.
Menu-Sammlung. Legen Sie einen einzigen Platz wie eine Schublade oder einen Umschlag für die Aufbewahrung von Take-Away-Menus fest. Dann haben Sie schnell eine Antwort auf die Frage: "Was gibt's zu essen".
