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Ihr Kleinkind

Wenn es auf den zweiten Geburtstag zugeht, werden Sie bei Ihrem Kleinkind eine rasche Entwicklung der Lern- und Denkfähigkeiten feststellen. Es findet bestimmte Dinge selber heraus, beginnt den Zeitbegriff zu verstehen, versucht, sich selbst anzuziehen, mag Lernspiele und reiht immer mehr Wörter aneinander.

Um zwei Jahre herum kann Ihr Kind schon rund 200 Wörter verstehen, auch wenn es vielleicht nur wenige davon regelmässig gebraucht. Aber Achtung: eine geborene Klatschtante kann alle 90 Minuten ein neues Wort in ihr Vokabular aufnehmen, passen Sie also auf, was Sie sagen!

Zweijährige lieben es, ihre neu gewonnene Unabhängigkeit auszuprobieren (gewöhnlich, indem sie aus ihrem Gitterbett kraxeln) und sie veranstalten ein Schlamassel, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Diese “netten” kleinen Angewohnheiten haben sie nur, um ihre Fähigkeiten zu testen, auch wenn Sie dies etwas anders sehen mögen.

Ihr Leben

Das Zusammenleben mit einem Zweijährigen kann Sie, unbesehen Ihre elterlichen Fähigkeiten, manchmal fast um den Verstand bringen. Nicht umsonst nennt am diese Zeit die “Schrecklichen Zwei”, wobei manche Kleinkinder nicht unbedingt bis zu ihrem zweiten Geburtstag zuwarten, um den Fehdehandschuh zu werfen.

Manchmal scheint die kleinste Verstimmung bei Ihrem Kleinkind einen Wutanfall auszulösen – und Ihnen widmet er den Hauptanteil davon. Natürlich, weil Sie etwas ganz Besonderes sind! Mit dieser eher lautstarken Forderung nach Eigenständigkeit versucht Ihr Kind auch herauszufinden, wo die Grenzen Ihrer Belastbarkeit sind und das mehrmals täglich.

Da wohl keine „Supernanny“ in Sicht ist, die Ihren Tag rettet, liegt es allein bei Ihnen, das Schiffchen sicher durch den Sturm zu steuern. Wie sagt die Supernanny: sei beständig, belohne gutes Betragen und versuche, ruhig und geduldig zu bleiben. Versuchen Sie, Ihr Kind abzulenken, wenn Sie können. Und nehmen sie es trotz allem nicht allzu ernst. Morgen ist auch noch ein Tag.

Darüber sollten Sie nachdenken oder es ausprobieren

Irgendwann muss man mit dem Töpfchen-Training beginnen – warum nicht jetzt! Am einfachsten geht es, wenn Sie Ihr Kleinkind stufenweise daran gewöhnen, ohne jeglichen Druck. Sie können den Topf einfach im Bad lassen, damit es zur Badezeit nur zum Spass darauf sitzen kann.

Wenn Sie zuhause sind, können Sie Ihr Kind ohne Windel herumlaufen lassen und regelmässig daran erinnern, Ihnen zu sagen, wann es den Topf braucht – seien Sie aber auf “Unfälle” vorbereitet. Hilfreich sind auch weite Hosen oder Leggins, die rasch hinuntergezogen sind. Und wenn Sie Ihr Kind auf den Topf setzen, sparen Sie nicht mit Lob, sobald sich ein Resultat einstellt.

Einige Kleinkinder sind schon vor zwei Jahren an den Topf gewöhnt, doch die meisten sind einiges älter, bevor sie völlig trocken sind. Versuchen Sie also, ruhig und nett zu bleiben, wenn Unfälle passieren. Wenn eines von Ihnen beiden gestresst wird, setzen Sie eine oder zwei Wochen mit dem Training aus und nehmen Sie wieder Windeln, das ist keine grosse Sache.


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