Ihr Baby
Jetzt misst Ihr Baby neun Millimeter vom Scheitel bis zum Steiss, hat also etwa die Grösse eines Fünfrappenstücks. Sein Körper ist mit einer dünnen durchsichtigen Schicht bedeckt streckt sich. Es sieht nun nicht mehr wie ein Komma aus, sondern eher wie eine Kaulquappe.
Inzwischen finden unzählige Entwicklungen statt – winzige Nieren und Lungen formen sich, die Augenlider und die Nasenspitze lässt sich ausmachen. Das Herz Ihres Babys hat nun eine rechte und linke Kammer.
Noch können Sie es nicht fühlen, aber Ihr Baby beginnt sich zu bewegen; erste Embryobewegungen, die mit Ultraschall erkennbar sind.
Ihr Fortschritt
Mit der gesamten hormonellen Umstellung, die zur Zeit in Ihrem Körper abläuft, ist es nicht erstaunlich, dass Sie manchmal völlig erschöpft sind; insbesondere wenn Sie kleinen Kindern nachrennen müssen, Ihrem Beruf nachgehen oder gar beides zusammen.
Sie fühlen sich manchmal matt oder benommen; Weil ihr Grundumsatz (BMR) steigt, werden Sie zunehmend hungrig und gleichzeitig kann Ihnen von bestimmten Nahrungsmitteln auch übel werden. Und als wäre dies noch nicht genug, können Sie auch unter Verstopfung oder gelegentlichen Verdauungsstörungen leiden.
Mit tatkräftiger Unterstützung gewisser Hormone kann Ihre Haut auch fleckig werden. Versuchen Sie, möglichst gesundes Essen zu geniessen, nehmen Sie geeignete Vitaminpräparate und denken Sie auch an die Einnahme von Folsäure, die Ihr Baby vor Fehlentwicklungen schützt. Wenn irgendeines Ihrer Symptome Sie beunruhigt, lohnt es sich immer, mit dem Arzt darüber zu reden.
Daran sollten Sie denken
Sobald Ihre Schwangerschaft feststeht, können Sie sich über die Möglichkeiten der vorgeburtlichen Vorsorge erkundigen, die Ihnen zur Verfügung stehen und entscheiden, wo Sie Ihr Kind zur Welt bringen möchten. Die Möglichkeiten hängen auch davon ab, wo Sie leben und sind je nach Region unterschiedlich.
Die vorgeburtliche Vorsorge
Regelmässige Vorsorge-Untersuchungen (Routinekontrollen) bei Ihrem Arzt, Ihrer Hebamme oder im Spital. Diese finden in der Regel im Abstand von wenigen Wochen statt und schliessen auch einige Ultraschall-Untersuchungen ein.
Sie erhalten einen Mütterpass, in den alle Daten und Details laufend eingetragen werden
Die Hebamme: Die Hebamme betreut Sie vor der Geburt, während der Geburt im Spital, bei sich zu Hause, in einem Geburtshaus oder einer anderen Einrichtung und nachdem Sie wieder bei sich zu Hause sind. Nehmen Sie rechtzeitig mit der Hebamme Kontakt auf, um offene Fragen zu klären.
Geburtshelfer: Wenn bei Ihrer Schwangerschaft Komplikationen auftreten oder zu erwarten sind, werden Sie von einem Geburtshelfer, in der Regel ein Facharzt, betreut. Diese Untersuchungen können in der Arztpraxis stattfinden oder im Spital, in dem Sie entbinden werden.
Die Spitalwahl
Die meisten Babies kommen im Spital zur Welt. Ihr Arzt oder Ihre Hebamme meldet Sie im Spital Ihrer Wahl an. Bevor Sie sich für eine Klinik entscheiden, sollten Sie die Geburtsabteilung besuchen und abklären, ob die Einrichtungen Ihren Vorstellungen entsprechen und sich mit allem vertraut machen. Fragen Sie auch Ihre Hebamme, welche Leistungen Ihre Klinik bietet oder sehen Sie auf deren Homepage nach.
Unterschiedliche Arten von Spitalpflege
Die meisten öffentlichen Spitäler in der Schweiz verfügen über eine Geburtsabteilung, grössere Abteilungen finden sich an Frauenkliniken, Universitätsspitälern oder Spitälern in grossen Städten; in allen stehen entsprechende Fachärzte, Hebammen und Pflegerinnen zur Verfügung. Geburtshäuser werden in der Regel von Hebammen betrieben und bieten Frauen, die keine Komplikationen erwarten, die Möglichkeit in einer familiäreren Umgebung zu gebären, jedoch ohne Interventionsmöglichkeiten wie Epiduralanästhesie oder Kaiserschnitt.
Hausgeburt
Viele Untersuchungen bestätigen, dass eine geplante Hausgeburt bei einer normalen Schwangerschaft ohne erhöhtes Risiko ebenso sicher ist, wie eine geplante Entbindung in der Klinik. Eine Hausgeburt gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihr Kind in einer entspannten, familiären Umgebung zu gebären, mit Ihren Lieben in der Nähe und ohne medizinische Interventionen wie Geburtszangen oder Saugglocke. Die Möglichkeiten zur Linderung der Geburtsschmerzen sind dabei jedoch begrenzt und wenn während den Wehen Probleme auftreten, müssen Sie allenfalls in einer sehr späten Phase ins Spital verlegt werden. Dies ist nicht nur unangenehm, sondern bedeutet für Sie und das Baby auch ein erhöhtes Risiko. Wenn Sie sich für eine Hausgeburt entscheiden, bitten Sie Ihre Hebamme, für alles zu sorgen; Sie können sich jedoch jederzeit noch anders entscheiden.
